Frag dich kurz: Was haelt dich davon ab, sichtbar zu sein? Bei den meisten ist es nicht fehlendes Wissen. Es ist die Vorstellung, dass taegliches Posten Stunden frisst, die niemand hat.
Ich poste trotzdem jeden Tag. Und nein, ich sitze nicht stundenlang an Bildunterschriften.
Warum überhaupt täglich? Weil Akquise sonst ein Lotteriespiel bleibt. Du tauchst auf, wenn du gerade Zeit hast, also nie planbar. Dann wunderst du dich, dass mal Anfragen kommen und dann wochenlang Funkstille ist. Sichtbarkeit, die kommt und geht, baut kein Vertrauen auf.
Frag dich: Wem würdest du eher schreiben? Jemandem, der seit drei Monaten still ist, oder jemandem, der jeden Tag einen klaren Gedanken teilt?
Der Trick ist nicht mehr Disziplin. Der Trick ist ein System.
Einmal pro Woche setze ich mich hin und sammle Themen. Nicht zwanzig perfekte Ideen, sondern Stichworte aus echten Kundengespraechen. Eine KI hilft mir, daraus Rohfassungen zu bauen. Aus einem Gedanken werden mehrere Winkel: eine Frage, eine kleine Geschichte, eine klare Meinung.
Dann sitze ich nicht jeden Morgen vor einem leeren Feld. Ich verfeinere nur noch. Das dauert pro Post Minuten, nicht Stunden.
Kleine Schwäche zugegeben: Nicht jeder Post wird gut. Manche floppen komplett. Aber genau das ist der Punkt. Wer täglich postet, darf mittelmaessige Tage haben, weil morgen ein neuer kommt. Wer einmal im Monat postet, setzt alles auf eine Karte.
Konstanz schlägt Perfektion. Jeden Tag ein ehrlicher Gedanke schlägt einmal im Monat ein Hochglanz-Beitrag.
Das Ziel ist nicht, überall zu sein. Das Ziel ist, dass die richtigen Leute dich nicht vergessen. Frag dich: Was wäre, wenn dein naechster Kunde dich nur deshalb anschreibt, weil du gestern sichtbar warst?
