Die ewige Frage: ChatGPT oder Claude? Die ehrliche Antwort: beide. Es kommt auf die Aufgabe an. Hier sind die Zahlen und Faustregeln, die im Alltag wirklich zählen.
Lange Texte am Stück. Claude verarbeitet rund 200.000 Token Kontext, das sind grob 150.000 Wörter, etwa 500 Buchseiten in einem Rutsch. Wenn du ein ganzes Angebot, mehrere Verträge oder einen langen Mailverlauf auf einmal analysieren willst, ist das oft die ruhigere Wahl.
Recherche mit aktuellem Stand und Bildern. ChatGPT punktet, wenn du live im Netz suchen, Bilder erzeugen oder zwischen vielen Werkzeugen springen willst. Für „finde mir drei aktuelle Studien und fass sie zusammen“ greife ich eher hierhin.
Langer Schreibstil, der nach dir klingt. Für Texte mit Ton und Nuance, also genau das, was Coaches und Berater brauchen, liefert Claude in meinen Tests den natürlicheren Erstentwurf. ChatGPT ist oft schneller beim Brainstormen von 20 Varianten.
Meine simple Faustregel: 1 Frage entscheidet. „Brauche ich tiefes Verstehen von viel Text oder breite Recherche mit Tools?“ Tiefe: Claude. Breite plus Aktualität: ChatGPT.
Und die Kosten? Beide Anbieter liegen für Einzelnutzer bei rund 20 bis 23 Euro im Monat für die Plus-Variante. Für die meisten Solo-Selbstständigen rechnet sich schon ein Tool, wenn es dir zwei Stunden pro Woche spart. Das sind über 8 Stunden im Monat, deutlich mehr wert als der Preis.
Kleines Eingeständnis: Ich habe monatelang nur ein Tool genutzt aus Bequemlichkeit und dabei Zeit verschenkt. Heute habe ich beide offen und wechsle je nach Aufgabe. Das kostet ein Mittagessen im Monat extra und spart mir ganze Arbeitstage.
Nimm nicht das „bessere“. Nimm das passende.
