Die teuersten Stunden eines Selbstständigen sind die, in denen er jemandem etwas verkauft, der nie kaufen wollte. Das Gespräch läuft höflich, der Kaffee ist gut, am Ende kommt das ‚Ich überlege es mir.‘ Du hast 60 Minuten in einen Kontakt gesteckt, der schon nach drei Minuten erkennbar nicht gepasst hat.
Der Reflex vieler Berater und Coaches: mehr Anfragen, mehr Erstgespräche, mehr Pitchen. Mehr ist aber selten die Antwort. Besser filtern ist die Antwort.
Qualifizieren heißt: Bevor du Zeit in jemanden steckst, klärst du, ob es überhaupt passt. Hat die Person das Problem, das du löst? Hat sie Budget? Kann sie entscheiden oder muss erst der Partner gefragt werden? Ist der Zeitpunkt jetzt oder ‚irgendwann‘?
Hier kann KI dir die undankbare Vorarbeit abnehmen. Ein kurzer Fragebogen vor dem Erstgespräch, dessen Antworten die KI für dich zusammenfasst und einordnet. Eine automatische Erstantwort auf Anfragen, die zwei, drei klärende Fragen stellt, freundlich und ohne dass es nach Formular klingt. Eine Vorab-Notiz, die dir sagt: passt, passt halb, passt nicht.
Du führst weiterhin selbst das Gespräch. Aber du gehst nur noch in die rein, die wirklich Sinn ergeben. Der Rest bekommt eine ehrliche, freundliche Absage oder einen Hinweis auf etwas Passenderes.
Klingt hart? Ist es nicht. Es ist respektvoll, auch dem anderen gegenüber. Niemand will eine Stunde lang etwas vorgestellt bekommen, das er gar nicht braucht.
Ich habe lange selbst jeden genommen, der anfragte. Aus Angst, etwas zu verpassen. Verpasst habe ich dadurch vor allem die Zeit für die richtigen Kunden.
Fang klein an: Drei Qualifizierungsfragen vor jedem Erstgespräch. Lass dir die Antworten von der KI aufbereiten. Du wirst überrascht sein, wie viele Gespräche du dir sparst, und wie viel besser die übrigen laufen. #EchtJetztKI
