Warum lange Prompts nicht mehr funktionieren
Früher dachte ich: Je länger der Prompt, desto besser die Antwort. Das war ein Irrtum. Seit GPT-4 funktioniert das nicht mehr so. Die KI filtert nicht mehr automatisch. Jedes überflüssige Wort verwässert das Ergebnis. Hier sind drei typische Fehler – und wie du sie behebst.
1. Zu viele Details
Ein häufiger Fehler: Zu viele Informationen in einen Prompt packen. Beispiel:
- Schlecht: „Schreib mir einen Blogpost über KI im Marketing, 800 Wörter, mit Beispielen, für Solopreneure, leicht verständlich, mit einer Einleitung, drei Hauptpunkten und einem Fazit.“
- Besser: „Blogpost: KI im Marketing für Solopreneure. 800 Wörter. Einfache Sprache. Drei Praxisbeispiele.“
Der zweite Prompt ist kürzer, aber präziser. Die KI versteht genau, was du willst – ohne Ablenkung.
2. Keine Struktur
Ungeordnete Prompts führen zu ungeordneten Antworten. Nutze Aufzählungen oder nummerierte Schritte, um die KI zu lenken. Beispiel:
- Schlecht: „Erstelle eine Produktbeschreibung für ein nachhaltiges Notizbuch.“
- Besser:
- Ziel: Produktbeschreibung.
- Produkt: Nachhaltiges Notizbuch.
- Zielgruppe: Kreative.
- Ton: Inspirierend.
- Länge: 150 Wörter.
Die KI liefert eine strukturierte Antwort, die genau deinen Anforderungen entspricht.
3. Kein Kontext
Die KI weiß nicht, was du schon weißt. Gib ihr eine Rolle oder einen Rahmen, um die Antwort zu präzisieren. Beispiel:
- Schlecht: „Erkläre KI im Marketing.“
- Besser: „Stell dir vor, du bist ein KI-Berater aus Tirol. Erkläre das Thema so, als würdest du es einem Unternehmer beim Kaffee erklären.“
Der zweite Prompt führt zu einer Antwort, die persönlicher und praxisnaher ist.
Take-away
Kürze einen deiner letzten Prompts um 30%. Du wirst sehen: Die Antworten werden präziser und brauchbarer. Solche Praxis-Einblicke teile ich regelmäßig auf echtjetztki.at.
