Ein Berater, den ich kenne, hat seine Webseite gekündigt. Nicht überarbeitet. Abgeschaltet. Und seitdem kommen mehr Anfragen als vorher.
Klingt nach Provokation. War aber simple Rechnung. Seine Seite brachte in zwei Jahren drei Anfragen, davon eine ernsthafte. Die Pflege, das Hosting, das schlechte Gewissen über das veraltete Impressum: alles Kosten ohne Gegenwert.
Woher kamen seine Kunden wirklich? Aus Gesprächen. Aus Empfehlungen. Aus zwei, drei Beiträgen pro Woche, in denen er zeigte, wie er denkt. Die Webseite war nur das Möbelstück, das man halt hat.
Was er stattdessen aufgebaut hat:
1. Ein klares Profil auf einer Plattform, wo seine Kunden ohnehin sind. Kein Baukasten-Geklicke, sondern eine Seite, die in fünf Sekunden sagt, wem er wie hilft.
2. Einen festen Rhythmus an Inhalten. Drei kurze Beiträge pro Woche, immer aus echten Kundenfragen. Das Rohmaterial liefert seine Arbeit, die Aufbereitung übernimmt ein KI-Workflow, der seinen Ton kennt.
3. Eine simple Spur zur Buchung. Ein Link, ein Kalender, ein Erstgespräch. Kein Funnel-Labyrinth.
Die Pointe ist nicht: Webseiten sind tot. Die Pointe ist: Frag, was tatsächlich Kunden bringt, und hör auf, in das zu investieren, was nur beschäftigt aussieht.
Vielleicht ist deine Webseite goldrichtig und zieht zuverlässig Anfragen. Dann lass sie. Aber wenn du ehrlich nicht weißt, woher dein letzter Auftrag kam, ist das die wichtigere Baustelle als ein neues Design.
Misstrauisch sein hilft hier mehr als fleißig sein.
